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Planungs-Büro für naturnahe Freiflächengestaltung, ökologische Exkursionen und Naturschutz



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  • Handbuch ökologischer Kindergarten
    • Vorwort


    Buch zum Inhaltsverzeichnis

    über das Handbuch

    Im vorliegenden Handbuch finden Laien und Fachleute konkrete
    Beispiele zur ökologischen Umgestaltung bereits bestehender Kin-
    dergärten: Erzieherinnen, Eltern, Landschaftsplaner, Architekten
    oder Gärtner. Aber auch beim Neubau von Kindergärten leistet das
    Handbuch wertvolle Hilfe.

    Alle Vorschläge sind der Praxis entnommen. Sie stammen aus den
    Umgestaltungen der Kindertagesstätte „Klein &Groß" in Königs
    Wusterhausen und des Kindergartens St. Johannes in Emmendingen.
    Sie können deshalb auch alle problemlos umgesetzt werden. Darauf
    haben wir besonderen Wert gelegt. Mit dem Handbuch möchte der
    Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) allen, die
    mit Kindergärten zu tun haben, Mut machen, mit der ökologischen
    Umgestaltung ihrer Einrichtung zu beginnen.

    Spielerisches Naturentdecken und ganzheitliche Naturbegegnung
    gehören mittlerweile zum pädagogischen Alltag vieler Einrichtun-
    gen. Die Erzieherinnen, aber auch die Eltern, die ihre Kinder natur-
    pädagogisch geführten Kindergärten anvertrauen, verbinden hiermit
    die Hoffnung:

    •Kindern eine gesunde Entfaltung in naturnaher Umgebung zu er-
    möglichen;

    •Kinder zur Liebe zur Natur, zur Achtung vor der Umwelt zu er-
    ziehen.

    Will Umwelterziehung glaubhaft bleiben, ist es eine Grundvoraus-
    setzung, daßumweltgerechtes Verhalten durch die Erzieherinnen
    glaubhaft vorgelebt und von den Kindern nachgelebt werden kann.
    Neben der umweltpädagogischen Qualifizierung der Erzieherinnen
    rückt die bauliche Aus- und Umgestaltung des Kindergartens  in den
    Mittelpunkt. Diese ist orientiert an ökologischen, umweltverträgli-
    chen, gesundheitsfördernden und kindgerechten Kriterien.

    Der ökologische Kindergarten nimmt im Zukunftsfähigen
    Deutschland, der Kampagne von BUND und MISEREOR, eine zen-
    trale Stellung ein. Gerade Kinder zwischen drei und sechs Jahren sind
    besonders sensibel und empfänglich für Neues. In diesem Alter wer-
    den Normen gesetzt, die späteres Verhalten entscheidend beeinflus-
    sen. Der ökologische Kindergarten handelt zukunftsorientiert, prägt
    er doch Lebensstile, die mit „nachhaltig", „verantwortungsvoll" oder
    „im Einklang mit der Schöpfung" umschrieben werden können. Der
    ökologische Kindergarten ist somit Grundlage für ein "nachhaltiges
    Verhalten von Kindesbeinen an". Er wird zum Leitbild für eine neue,
    ökologisch orientierte Pädagogik, die ihre Fortsetzung in den weiter-
    führenden Bildungsinstitutionen erfährt.

    Oberstes Prinzip bei der Umgestaltung eines Kindergartens ist die
    Umweltverträglichkeit und Ressourcenschonung während der Ar-
    beiten und bei der Materialauswahl. Es werden möglichst natürliche
    Materialien wie Holz, Natursteine, Naturfarben und -leime verwen-
    det, die entweder biologisch abbaubar, kompostierbar oder grund-
    wasserneutral sind. Bei der Umgestaltung wird in jedem Einzelfall
    geprüft, ob vorhandene Materialien wiederverwendet werden kön-
    nen. Anstelle neuer Stoffe und Geräte werden bevorzugt gebrauchte
    Produkte und Recyclingstoffe eingesetzt.

    Folgende "Umgestaltungs-Abschnitte" kommen im Handbuch
    zur Sprache: Freiflächen, Spielplatz, Garten, Naturschutz, Umfeld
    des Kindergartens, Innenräume, Gebäudesanierung, Energie und
    Wasser sowie Ernährung.

    Das Handbuch gibt Hilfe zur Selbsthilfe. Es erleichtert den ökolo-
    gischen Umbau von Kindergärten. Nur wenn alle Beteiligten selbst
    aktiv werden und die Umgestaltung in die eigenen Hände nehmen,
    können sie ihren Kindergarten nach eigenen Wünschen umbauen.

    Was ist jedoch zu tun, wenn es um zusätzliche Hilfe von außen
    geht, wie bei der Suche nach Fachleuten oder nach Kooperations-
    partnern? Das Handbuch gibt hierzu nützliche Hilfestellungen und
    verweist auf Behörden oder Institutionen, wie Umweltämter, Um-
    welt- und Naturschutzverbände oder Verbraucherschutzorganisa-
    tionen. Sie erhalten Tips, wie Ihnen der kommunale Recyclinghof
    kostengünstig wiederverwertbare Baumaterialien zur Verfügung
    stellt oder wie Ihnen das Grünflächenamt mit heimischen Stauden
    und Heckenpflanzen aushilft.

    Ein besonderes Augenmerk bei der Umgestaltung liegt auf den
    Interessen der Kinder und der Erzieherinnen, die in der Einrichtung
    leben und arbeiten. Immer dann ist die Motivation bei der Umgestal-
    tung am größten, wenn alle Beteiligten schon während der Planungs-
    phase ihre Ideen und Vorstellungen einbringen können. Wir empfeh-
    len deshalb, jede Umgestaltung zuerst mit einer Fantasiewerkstatt zu
    beginnen. Hier kommen die Ideen aller zum Tragen, sie werden ge-
    wichtet, und es werden die ersten Entscheidungen getroffen.

    Dann erst beginnt mit der Entwicklung eines Gesamtkonzeptes
    die eigentliche Planung. Das Handbuch geht hier systematisch vor.
    Es unterteilt die Gesamtaufgabe in einzelne Planungs- und Umge-
    staltungs-Abschnitte und schafft somit einen Organisationsrahmen,
    der übersichtlich und nachvollziehbar ist.

    Was darf die Umgestaltung kosten, wo sind ihr finanzielle Gren-
    zen gesetzt? Das sind Fragen, die bei jeder ökologischen Kindergar-
    tenumgestaltung unweigerlich den Blick auf die Finanzierung lenken.
    Sicher, die Kassen vieler Träger sind seit langem überstrapaziert. Des-
    halb zeigen wir Ihnen, wie Sie neue, unkonventionelle Wege bei der
    Mittelbeschaffung begehen können. Im Kapitel "Wenn‘s am Geld
    fehlt" geht es um Sponsoren und Mäzene, um Sach- und Geldspen-
    den, um Stiftungen und Förderprogramme, kurzum, die Umgestal-
    tung auf solide finanzielle Füße zu stellen.

    Wenn ein Kindergarten ökologisch umgestaltet wird, verbinden
    alle Beteiligten hiermit ein Stück Hoffnung. Die Umgestaltung zeigt
    Wege auf, sparsamer mit Baumaterialien, Wasser oder Energie umzu-
    gehen; sie zeigt auch, wie das Erzieherinnenteam und die beteiligten
    Eltern und Kinder für die Umwelt sensibilisiert werden. Der ökolo-
    gische Kindergarten ist somit ein idealer Lernort für umweltscho-
    nendes Verhalten und hat Vorbildcharakter. Deshalb unsere Ent-
    scheidung, die Kapitel „Zeitung und Fernsehen im Kindergarten"
    und „Die Umgestaltung dokumentieren" in das Handbuch aufzu-
    nehmen. Hier geht es um das kleine Einmaleins der Medienarbeit, um
    die Präsentation des ökologischen Kindergartens für eine breite öf-
    fentlichkeit. Und nebenbei wird ein Kindergarten, der des öfteren in
    der Zeitung steht oder von dem gar im Fernsehen berichtet wird,
    auch interessant für mögliche Geldgeber.

    Mit der ökologischen Umgestaltung eines Kindergartens kann von
    heute auf morgen begonnen werden. Der Umfang und die Intensität
    der Umgestaltung werden jedoch von Kindergarten zu Kindergarten
    unterschiedlich sein. Das Handbuch bietet deshalb unterschiedliche
    Nutzungsmöglichkeiten:

    •Als Nachschlagewerk für Einzelaspekte, wie den Bau von Weiden-
    tipis oder der Anlage eines Spielhügels.

    • Für Bauanleitungen und Tips zum preisgünstigen Bezug ökologi-
    scher Baumaterialien.

    • Als Fachbuch für eine komplette Umgestaltung, die Schritt für
    Schritt nach der Anleitung des Buches vollzogen werden kann.

    In systematischer Reihenfolge gibt das Handbuch Auskunft über
    konzeptionelles und fachgerechtes Planen, es stellt verschiedene
    Umgestaltungs-Abschnitte vor und gibt Informationen zur Mit-
    telbeschaffung, öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation.
    Querverweise am Ende der einzelnen Kapitel erleichtern die
    Handhabung, vertiefen und vernetzen bereits vorhandenes Wis-
    sen. Zahlreiche Grafiken und eine umfangreiche Bebilderung illu-
    strieren den Text.

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